Bewährte Tipps, taktische Kniffe und praktische Erfahrungen.
Einleitung
Diese Tipps & Tricks vermittelt praxisnahe Ratschläge aus der WWIIOnline-Community,
taktische Empfehlungen sowie bewährte Vorgehensweisen für den Einsatz in WWII Online.
Ob Infanterie, Panzer, Luftwaffe oder Logistik – dieser Bereich hilft dabei, typische Fehler zu vermeiden,
die eigenen Fähigkeiten zu verbessern und das Zusammenspiel im Gefecht zu optimieren..
Flugsteuerung der Messerschmitt Bf 109 E (Beispiel)
Die Messerschmitt Bf 109 E zählt in WWII Online zu den leistungsstärksten Jagdflugzeugen der frühen Kriegsjahre.
Ihre hohe Steigleistung, Geschwindigkeit und Wendigkeit machen sie zu einem gefährlichen Gegner im Luftkampf.
Um diese Vorteile optimal zu nutzen, muss jeder Pilot die drei Flugachsen sowie die Wirkung der Steuerflächen sicher beherrschen.
Die folgenden Grafiken erläutern die grundlegenden Flugbewegungen und ihre Bedeutung im Einsatz.
Die Flugsteuerung
Zusammenspiel aller Steuerflächen
Ein erfolgreicher Jagdpilot steuert niemals nur eine einzelne Achse.
Jedes Flugmanöver besteht aus dem abgestimmten Einsatz von:
-> Querruder
-> Seitenruder
-> Höhenruder
-> Motorleistung
Erst das harmonische Zusammenspiel dieser Steuerungen ermöglicht präzise Kurven, stabile Zielverfolgungen und kontrollierte Luftkampfmanöver.
Bedeutung im Luftkampf
In WWII Online entscheidet häufig nicht die Höchstgeschwindigkeit über den Ausgang eines Gefechts, sondern das richtige Energiemanagement und eine saubere Flugtechnik.
Ein erfolgreicher Pilot der Bf 109 E zeichnet sich dadurch aus, dass er:
-> unnötige Steuerbewegungen vermeidet,
-> Geschwindigkeit als Energiereserve nutzt,
-> Höhe gezielt in Geschwindigkeit umwandelt,
-> den Gegner nicht nur verfolgt, sondern dessen Flugweg vorausdenkt.
Bombardierung mit der Heinkel He 111 und der Ju 88
Die Heinkel He 111 und die Junkers Ju 88 bilden das Rückgrat der strategischen Bomberverbände der Achsenmächte
in WWII Online. Mit ihrer hohen Reichweite und variablen Bombenlast eignen sie sich sowohl für taktische Unterstützungsangriffe
als auch für strategische Bombardierungen weit hinter den feindlichen Linien.
Wer Navigation, Bombenzieltechnik und Formationsflug beherrscht,
kann entscheidend zum Erfolg einer Operation beitragen und den Gegner nachhaltig schwächen.
Bombenhöhe & Zielgerät
Die Bombenhöhe wird vor dem Angriff festgelegt. Je höher der Bomber fliegt,
desto früher muss der Abwurf erfolgen und desto wichtiger werden Kursstabilität,
Geschwindigkeit und korrekt eingestellte Bombenzielparameter. Für He 111 und Ju 88 empfiehlt
sich in WWII Online eine Angriffshöhe zwischen 2.500 m und 4.500 m,
da hier Genauigkeit und Überlebenschance meist im besten Verhältnis stehen.
Flugzeit für die je nach Ziel-Fabrik in England und Startpunkt ca. 70-90min.
Berechnung der Abwurfhöhe
Hier einmal die Ansicht zum Bombenziel
Hinweis! Lasse dich nicht durch den Blick durch das Bombenvisier irritieren.
Richte dich im Hud an die obere Anzeige beim Einstellen.
Wichtiger Hinweis zu AGL, ALT und IAS
Für einen präzisen Bombenabwurf müssen die Werte AGL, ALT und IAS korrekt verstanden und eingestellt werden. Obwohl alle drei Angaben mit der Flughöhe oder Flugleistung zusammenhängen, erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben:
AGL (Above Ground Level) bezeichnet die tatsächliche Höhe des Flugzeugs über dem Gelände. Dieser Wert ist besonders in hügeligem oder bergigem Gelände wichtig, spielt für das Bombenzielgerät jedoch nur eine untergeordnete Rolle.
ALT (Altitude) ist die Flughöhe über dem Meeresspiegel (MSL) und dient als Referenz für die Einstellung der Bombenhöhe im Bombenzielgerät. Für einen präzisen Bombenabwurf sollte dieser Wert möglichst konstant gehalten werden.
IAS (Indicated Airspeed) ist die angezeigte Fluggeschwindigkeit im Cockpit. Sie beeinflusst maßgeblich den Zeitpunkt des Bombenabwurfs und muss zusammen mit der Flughöhe korrekt in das Bombenzielgerät übernommen werden.
Merke: Eine stabile ALT, eine konstante IAS und ein gerader, ruhiger Anflug sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bombenabwurf. Bereits kleine Abweichungen bei Höhe oder Geschwindigkeit können dazu führen, dass Bomben ihr Ziel deutlich verfehlen.
Bombardierung eines Zerstörers
Zerstörer zählen in WWII Online zu den anspruchsvollsten Seezielen. Im Gegensatz zu stationären Fabriken oder Flugplätzen ändern sie kontinuierlich Kurs und Geschwindigkeit, wodurch erfolgreiche Angriffe eine präzise Flugführung, gutes Timing und eine sorgfältige Zielberechnung erfordern.
Für Angriffe auf bewegliche Schiffsziele eignen sich grundsätzlich die Heinkel He 111, die Junkers Ju 88 sowie die Ju 87 B (Stuka).
Während die He 111 und Ju 88 durch ihre hohe Bombenlast überzeugen und sich besonders für koordinierte Verbandsangriffe eignen,
bieten sie aufgrund ihrer größeren Silhouette gegnerischen Flak-Besatzungen ein vergleichsweise leichtes Ziel.
Besonders bei Angriffen auf gut verteidigte Zerstörer steigt dadurch das Risiko, bereits im Anflug beschädigt oder abgeschossen zu werden.
Die Ju 87 B kann hier ihre Stärken ausspielen. Dank ihrer geringeren Silhouette, guten Wendigkeit
und der Möglichkeit zum präzisen Sturzangriff eignet sie sich besonders für gezielte Angriffe auf einzelne Schiffe.
Bei richtigem Timing lassen sich auch bewegliche Ziele deutlich präziser treffen als mit einem klassischen Horizontalbombenangriff.
Vor dem Angriff sollte die Fahrtrichtung und Geschwindigkeit des Zerstörers beobachtet werden. Da Bomben eine gewisse Fallzeit benötigen, muss der Abwurfpunkt entsprechend vor das Ziel verlegt werden. Je höher die Angriffshöhe, desto größer ist der erforderliche Vorhaltepunkt.
Ein stabiler Anflug ist insbesondere für He 111 und Ju 88 entscheidend. Halte Flughöhe (ALT), angezeigte Fluggeschwindigkeit (IAS) und Kurs möglichst konstant, bis alle Bomben ausgelöst wurden. Bereits geringe Kurs- oder Geschwindigkeitsänderungen können die Treffergenauigkeit deutlich verschlechtern.
Da Zerstörer über eine leistungsfähige Flugabwehr verfügen, empfiehlt sich ein koordinierter Angriff mit mehreren Flugzeugen. Während Heinkel He 111 und Ju 88 durch ihre Bombenlast einen großen Wirkungsbereich abdecken können, eignet sich die Ju 87 B besonders für präzise Einzelangriffe oder den Abschluss bereits beschädigter Ziele.
Hier ist der markante Trefferpunt des Zerstörers aufgezeigt: Erforderlich ist hierfür mind. eine 250kg Bombe um den entsprechenden Wirkungstreffer zu erzielen.
Die Darstellung markiert taktisch wichtige Zielbereiche eines Zerstörers in WWII Online.
Entscheidend ist nicht allein die Anzahl der erzielten Treffer, sondern welche Schiffsfunktion
durch den Beschuss beschädigt oder vollständig ausgeschaltet werden soll.
Grüne Markierungen zeigen die Geschützstellungen. Die rote Zone kennzeichnet
den empfohlenen Wirkungsbereich für schwere Bomben. Die gelbe Markierung
zeigt den unteren Rumpfbereich nahe der Wasserlinie.
Vordere 37-mm-Geschütze
Die grünen Trefferzonen im Vorschiff liegen auf beziehungsweise unmittelbar
an den vorderen Geschützständen. Gezielter Beschuss kann die Feuerkraft nach
vorn reduzieren und den Gegner zu einem ungünstigen Kurswechsel zwingen.
Hintere 37-mm-Geschütze
Die achtern markierten Geschütze sichern den rückwärtigen Feuerbereich.
Werden diese Stellungen ausgeschaltet, ist der Zerstörer während eines
Rückzugs oder Abdrehmanövers deutlich verwundbarer.
Bombenlast über 200 kg
Die rote Trefferzone liegt mittschiffs im Bereich der zentralen Aufbauten.
Schwere Bomben verursachen hier eine hohe kombinierte Wirkung gegen Deck,
Aufbauten und zentrale Schiffssysteme. Für einen sicheren Wirkungstreffer
sollte mindestens eine 250-kg-Bombe verwendet werden.
Trefferzone für das Seegefecht
Die gelbe Markierung zeigt den unteren Rumpfbereich nahe der Wasserlinie.
Treffer in diesem Abschnitt können Wassereinbruch begünstigen und die
Schwimmfähigkeit des Schiffes nachhaltig beeinträchtigen.
Taktische Bewertung
Das Bild unterscheidet zwischen dem funktionellen Ausschalten einzelner
Waffensysteme und strukturellem Schaden am Schiff. Leichte und mittlere Waffen
sollten bevorzugt gegen offen liegende Geschützstellungen eingesetzt werden.
Schwere Bomben und großkalibrige Schiffsgeschütze entfalten ihre größte Wirkung
dagegen im mittleren Rumpf- und Wasserlinienbereich.
Zielbereich
Geeigneter Angriff
Taktischer Nutzen
Priorität
Vordere Geschütze
Präziser Direktbeschuss
Reduziert die Feuerkraft in Fahrtrichtung
Hoch bei Frontalannäherung
Hintere Geschütze
Flanken- oder Heckbeschuss
Erschwert Rückzug und Abdrehen
Hoch bei Verfolgung
Mittschiffs und Aufbauten
Bomben über 200 kg, empfohlen mindestens 250 kg
Hohe strukturelle und systemische Schadenswirkung
Sehr hoch für Luftangriffe
Wasserlinie
Großkalibriger, flacher Direktbeschuss
Begünstigt Wassereinbruch und Verlust der Schwimmfähigkeit
Sehr hoch im Seegefecht
Hinweis:
Die markierten Bereiche dienen als taktische Orientierung für den Spieleinsatz.
Die tatsächliche Trefferwirkung kann je nach Entfernung, Auftreffwinkel,
verwendeter Munition und Zustand des Zerstörers abweichen.
Aufbau und Trefferzonen eines Frachters
Das Bild zeigt einen bewaffneten Frachter in seitlich erhöhter Ansicht.
Neben den wichtigsten Funktionsbereichen des Schiffes werden auch die
Flugabwehrbewaffnung, der Kapitänsstand, die Rettungsboote und eine
verwundbare Trefferzone im Bereich des Frachtraums markiert.
Grüne Beschriftungen kennzeichnen Aufbau, Bewaffnung und Nutzbereiche.
Die rote Markierung zeigt die besonders relevante Trefferzone des Frachtraums
für Geschütz- und Bombentreffer.
20-mm-Flak vorn und hinten
Der Frachter besitzt leichte Flugabwehrstellungen im Bug- und Heckbereich.
Diese Waffen decken unterschiedliche Anflugrichtungen ab und bilden die
wichtigste unmittelbare Verteidigung gegen tieffliegende Angreifer.
Das Ausschalten einer Stellung öffnet einen sichereren Angriffssektor.
Ausguck und Kapitänsstand
Der erhöhte Ausguck dient der frühen Erkennung von Luft- und Seezielen.
Der Kapitänsstand liegt im Bereich der Brücke und ist für Kursführung,
Navigation und Schiffssteuerung von zentraler Bedeutung. Treffer an den
Aufbauten können die Gefechtsführung des Frachters beeinträchtigen.
Verladekran und Frachtraum
Der Verladekran befindet sich im vorderen Mittschiffsbereich und dient
der Aufnahme oder Abgabe von Ladung. Der darunterliegende Frachtraum
ist ein großer, strukturell wichtiger Bereich des Schiffes und bietet
im Vergleich zu kleinen Aufbauten eine deutlich größere Trefferfläche.
Rettungsboote und Infanterietransport
Die Rettungsboote sind seitlich der zentralen Aufbauten angeordnet.
Im Spiel können sie zugleich als sichtbarer Hinweis auf den Transport-
und Versorgungscharakter des Schiffes verstanden werden. Der Bereich
um die Boote ist offen und weniger geschützt als der tieferliegende Rumpf.
Trefferzone des Frachtraums
Die rote Zone liegt tief im vorderen Mittschiffsbereich an der Bordwand.
Sie markiert den Frachtraum als bevorzugtes Ziel für Geschützfeuer und
Bomben. Treffer in diesem Abschnitt wirken direkt gegen einen großen
Rumpf- und Ladungsbereich und können schwere strukturelle Schäden verursachen.
Angriffswinkel und Zielwahl
Ein seitlicher oder leicht schräger Angriff bietet die beste Sicht auf
den markierten Frachtraum. Vor einem Bomben- oder Tiefflugangriff sollten
zunächst die Flugabwehrstellungen erfasst und nach Möglichkeit ausgeschaltet
werden. Danach kann der große Rumpfbereich gezielt bekämpft werden.
Taktische Analyse
Der Frachter ist kein reines Kampfschiff, besitzt jedoch durch seine
20-mm-Flak eine wirksame Nahverteidigung. Für angreifende Flugzeuge besteht
die größte Gefahr während eines geraden, niedrigen Anfluges. Ein versetzter
Anflug aus einem Bereich, in dem nur eine Flakstellung wirken kann, reduziert
die Zeit im gegnerischen Feuer.
Der markierte Frachtraum ist gegenüber kleinen Decksaufbauten das sinnvollere
Hauptziel. Seine größere Fläche erleichtert den Treffer, während die tiefe Lage
im Rumpf eine höhere strukturelle Wirkung erwarten lässt. Bei Bombenangriffen
sollte der Abwurfpunkt leicht vor die markierte Zone gelegt werden, sofern sich
der Frachter in Fahrt befindet.
Schiffsbereich
Funktion
Empfohlene Bekämpfung
Taktischer Effekt
Vordere 20-mm-Flak
Flugabwehr im Bugsektor
Präziser Beschuss vor dem Hauptangriff
Öffnet den vorderen Anflugbereich
Hintere 20-mm-Flak
Flugabwehr im Hecksektor
Flanken- oder Heckangriff
Verringert die Gefahr beim Abdrehen
Brücke und Kapitänsstand
Navigation und Schiffsführung
Gezielter Beschuss der Aufbauten
Beeinträchtigt die Führung des Schiffes
Frachtraum
Ladung und tragender Rumpfbereich
Bomben oder großkalibriger Direktbeschuss
Hohe strukturelle Schadenswirkung
Rettungsboote
Evakuierung und Transportbereich
Kein primäres Angriffsziel
Geringere Wirkung als ein Rumpftreffer
Empfohlene Reihenfolge:
Zuerst die für den eigenen Anflug gefährliche 20-mm-Flak bekämpfen.
Anschließend Bomben oder Geschützfeuer auf den tief liegenden Frachtraum
konzentrieren. Kleine Decksobjekte sind nur dann vorrangig, wenn eine
bestimmte Schiffsfunktion gezielt ausgeschaltet werden soll.
Fairmile B – Patrouillenboot
Das dargestellte Fairmile-B-Patrouillenboot ist ein leichtes, schnelles
Küstenfahrzeug für Sicherungs-, Begleit- und Abwehraufgaben. Das Bild
kennzeichnet seine wichtigsten Waffenstationen, den Führungsbereich sowie
eine besonders verwundbare Trefferzone im unteren Rumpf.
Die gelben Beschriftungen markieren Besatzungs- und Waffenpositionen.
Die rote Zone kennzeichnet den besonders empfindlichen Bereich für
Geschütz- und ATR-Treffer, durch die das Boot in Brand geraten kann.
3-pdr-Geschütz am Bug
Das vordere 3-Pfünder-Geschütz ist die schwerste direkt nach vorn wirkende
Waffe des Patrouillenbootes. Es eignet sich gegen leichte Wasserfahrzeuge,
Landungsboote und exponierte Ziele an der Küste. Wird diese Stellung
ausgeschaltet, verliert die Fairmile einen wichtigen Teil ihrer offensiven
Feuerkraft.
MG-Schützen links und rechts
Die seitlich angeordneten MG-Schützen decken die Flanken und den Nahbereich.
Sie sind besonders gefährlich für Infanterie, kleine Boote und tief
anfliegende Flugzeuge. Da die Schützen offen stehen, können sie durch
gezielten Beschuss vergleichsweise schnell ausgeschaltet werden.
20-mm-Flak in Einzelaufstellung
Die einzelne 20-mm-Flak deckt den mittleren Schiffsbereich und bildet
einen wichtigen Teil der Flugabwehr. Ihre schnelle Feuerfolge macht
gerade, niedrige Anflüge riskant. Vor einem Bomben- oder Tieffliegerangriff
sollte diese Stellung als vorrangiges Ziel betrachtet werden.
20-mm-Flak in Doppelaufstellung
Die doppelte 20-mm-Flak im hinteren Bereich erzeugt die höchste
Feuerdichte des Bootes. Sie sichert vor allem den Heck- und Seitensektor.
Bei einem Angriff aus dem hinteren Bereich ist sie die größte unmittelbare
Bedrohung und sollte zuerst bekämpft werden.
Ausguck und Kapitänsstand
Der Ausguck dient der frühen Zielerkennung. Der Kapitänsstand liegt
im zentralen Aufbau und ist für Kurs, Navigation und Gefechtsführung
entscheidend. Treffer in diesem Bereich können die Reaktionsfähigkeit
und Koordination des Bootes beeinträchtigen.
Rote Haupttrefferzone
Die rote Markierung liegt tief mittschiffs an der Bordwand. Sie stellt
einen empfindlichen Bereich des Maschinen- und Rumpfabschnitts dar.
Geschütztreffer und Treffer mit dem Panzerabwehrgewehr (ATR) können hier
Brände auslösen, die Geschwindigkeit reduzieren und das Boot schließlich
kampfunfähig machen.
Taktische Analyse
Die Fairmile B besitzt nur eine geringe Panzerung, gleicht dies jedoch durch
Geschwindigkeit, Wendigkeit und eine für ihre Größe starke Nahbereichsbewaffnung
aus. Im Küstenbereich eignet sie sich zur Sicherung von Transportwegen,
zur Unterstützung eigener Landungen und zur Bekämpfung kleiner gegnerischer
Boote.
Für angreifende Flugzeuge und Boote ist die Zielpriorität entscheidend.
Ein direkter Angriff auf den Rumpf bleibt gefährlich, solange beide
20-mm-Stellungen einsatzbereit sind. Idealerweise wird zuerst die Flak
ausgeschaltet, die den gewählten Anflugsektor abdeckt. Danach sollte das
Feuer auf die rote Trefferzone im unteren Rumpf konzentriert werden.
Infanterie mit einem Panzerabwehrgewehr kann die Fairmile ebenfalls
bedrohen, sofern das Boot nahe genug an der Küste operiert. Treffer auf
die markierte Zone können Brände auslösen. Normales Gewehr- oder
Maschinengewehrfeuer ist dagegen hauptsächlich gegen offen stehende
Schützen und Bedienmannschaften sinnvoll.
Zielbereich
Funktion
Geeignete Bekämpfung
Taktischer Effekt
3-pdr-Buggeschütz
Schwere Direktfeuerwaffe
Präziser Geschütz- oder MG-Beschuss
Reduziert die offensive Feuerkraft nach vorn
Seitliche MG-Schützen
Nahbereichs- und Infanterieabwehr
Gewehr-, MG- oder Bordwaffenbeschuss
Öffnet die jeweilige Bootsseite
20-mm-Einzelflak
Mittlere Flugabwehr
Gezielter Beschuss vor dem Anflug
Verringert die Gefahr im mittleren Sektor
20-mm-Doppelflak
Starke Heck- und Seitenabwehr
Priorisiertes Ausschalten aus Distanz
Reduziert die höchste Flak-Feuerdichte
Kapitänsstand und Ausguck
Führung, Navigation und Beobachtung
Beschuss der zentralen Aufbauten
Beeinträchtigt Reaktion und Schiffsführung
Rote Rumpfzone
Maschinen- und empfindlicher Rumpfbereich
Geschütze, ATR oder Bomben
Brand, Geschwindigkeitsverlust und Ausfall
Empfohlene Angriffsreihenfolge:
Zuerst die 20-mm-Flak ausschalten, die den eigenen Angriffssektor deckt.
Danach offene MG-Schützen oder das Buggeschütz bekämpfen. Abschließend
konzentriertes Feuer auf die rote Rumpfzone legen, um einen Brand oder
einen Ausfall des Patrouillenbootes zu erzwingen.